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3D-gedrucktes Titan stellt die Handgelenksfunktion wieder her

Ingenieuranalyse
  • 00003botton3DSPRO-Ingenieur
  • 00005bottonFeb. 26 | 2026
  • 00002botton Ingenieuranalyse
  • 00001botton3 Minuten Lesezeit
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    Studienübersicht

    Forscher des Universitätsklinikums Guangxi in China berichten über vielversprechende mittelfristige Ergebnisse mit patientenspezifischen, 3D-gedruckten Titanprothesen in Kombination mit Netzimplantaten zur Rekonstruktion des distalen Radius nach En-bloc-Resektion aggressiver Riesenzelltumoren. Die kleine retrospektive Studie mit fünf Patienten, die zwischen Januar 2018 und Januar 2021 behandelt wurden, zeigt, dass sorgfältig designte Metallimplantate eine nützliche Handgelenksfunktion ermöglichen, die frühzeitige Rehabilitation unterstützen und die Komplikationsrate in der frühen bis mittleren postoperativen Phase niedrig halten können.

    3D-gedrucktes Titan stellt die Handgelenksfunktion wieder her

    Bildquelle: VoxelMatters

    Patientenspezifisches Implantatdesign und Weichteilrekonstruktion

    Das Studienteam entwickelte anhand der CT-Scans jedes Patienten vollständig integrierte Titanlegierungsprothesen und fertigte die Implantate gemeinsam mit einem Industriepartner. Zu den wichtigsten Konstruktionsmerkmalen gehörten ein texturierter Schaft für eine verbesserte Haftung des Knochenzements, ein poröser Trabekelkragen zur Förderung der Knochenüberbrückung sowie vorgefertigte Nahtlöcher an der distalen Prothesenoberfläche zur Refixierung von Bändern und Weichgewebe. Ein zweilagiges PTFE-Netzgewebe wurde um die Prothese gewickelt und vernäht, um eine Weichgewebehülle zu bilden und die Rekonstruktion zu stabilisieren, was eine frühere aktive Bewegung ermöglichte. Die Autoren beschreiben einen reproduzierbaren intraoperativen Arbeitsablauf für die Prothesenplatzierung, die Bandrekonstruktion und die zementierte Schaftfixierung.

    Funktionelle Ergebnisse und Komplikationen nach mittlerer Dauer

    Die funktionellen Ergebnisse wurden über einen durchschnittlichen Nachbeobachtungszeitraum von 40,8 Monaten (32–66 Monate) beurteilt. Bei der letzten Nachuntersuchung betrug der mittlere Bewegungsumfang des Handgelenks auf der betroffenen Seite etwa 20° Extension und 21,6° Flexion, mit einer Pronation von ca. 71,2° und einer Supination von ca. 50°. Die mittlere Griffkraft der behandelten Hand lag bei 64,2 % der Gegenseite. Der durchschnittliche Mayo-Wrist-Score betrug 70, was auf eine zufriedenstellende bis gute Funktion hinweist. Wichtig ist, dass in der Kohorte keine aseptische Lockerung, Protheseninfektionen oder radiokarpale Subluxation auftraten. Es gab zwei Fälle von distaler Radioulnargelenksluxation (DRUJ), und bei einem Patienten entwickelten sich innerhalb von 12 Monaten Veränderungen durch eine Ulnaimpaktion. Während des Nachbeobachtungszeitraums wurden keine Tumorrezidive oder Metastasen beobachtet.

    Was dies für Kliniker und 3D-Druckanbieter bedeutet

    Die Studie veranschaulicht, wie additive Fertigung anatomisch präzise, ​​multifunktionale Implantate ermöglicht, die Fixierung, Weichteilansätze und poröse Bereiche für die biologische Integration integrieren – alles individuell angepasst an die Bildgebung des Patienten. Die gleichzeitige Verwendung von Netzimplantaten zur Rekonstruktion einer Weichteilmanschette scheint die frühzeitige postoperative Mobilisierung zu erleichtern, was die Autoren mit einer schnelleren funktionellen Erholung in Verbindung bringen. Für 3D-Druckdienstleister und Medizintechnik-Teams unterstreicht die Fallserie die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Chirurgen und Ingenieuren, enger Toleranzen bei der Gelenkgeometrie und einer sorgfältigen Nachbearbeitung nach dem Druck, um die chirurgischen Leistungsziele zu erreichen.

    Einschränkungen und zukünftige Richtungen

    Es handelt sich um eine kleine retrospektive Studie mit mittelfristiger Nachbeobachtung. Um Haltbarkeit, degenerative Veränderungen und die allgemeine Sicherheit zu bestätigen, sind größere, vergleichende Studien und eine längere Beobachtungsdauer erforderlich. Weitere Untersuchungen sollten zudem die funktionelle Entwicklung im Vergleich zu alternativen Rekonstruktionsverfahren verfolgen und Verbesserungen bei Netzmaterialien, porösem Gradientendesign und Fixierungsstrategien erforschen. Dennoch trägt die vorliegende Arbeit zu den zunehmenden Belegen dafür bei, dass individuell angefertigte, im 3D-Druckverfahren hergestellte Metallprothesen in Kombination mit einer sorgfältigen Weichteilrekonstruktion eine praktikable Rekonstruktionsoption für stark beanspruchte Gelenke wie das Handgelenk darstellen können.

    Quellen: Originalstudie (Open Access) des Guangxi Medical University Hospital (3D Print Med, 2025) und technische Nachrichtenberichterstattung, zusammengefasst auf VoxelMatters.

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