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Leitfaden zur Nachbearbeitung von 3D-Drucken: Sandstrahlen

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3D Plus™ 101
  • 00003bottonAbigail Tse
  • 00005bottonAug. 20 | 2025
  • 00002botton 3D Plus™ 101
  • 00001botton5 Minuten Lesezeit
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    Was ist Strahlmittelstrahlen?

    Das Strahlverfahren ist eine Oberflächenbehandlung, bei der abrasive Strahlmittel mit hoher Geschwindigkeit auf das Werkstück geschleudert werden. Druckluft oder ein Schleuderrad beschleunigen die Partikel – beispielsweise Glas-, Aluminiumoxid- oder Keramikkugeln – auf das Werkstück. Beim Aufprall entfernen die Strahlmittel Rückstände, glätten raue Kanten und verfeinern die Oberflächenstruktur. Dieses Verfahren ermöglicht gleichmäßige Oberflächengüten bei einer Vielzahl von Materialien, darunter Kunststoffe, Metalle und Verbundwerkstoffe.

    glasperlengestrahltes 3D-gedrucktes Aluminium

    Foto-Copyright © 3DSPRO. Alle Rechte vorbehalten.

    Arten von Strahlmitteln

    Strahlmittel sind das Herzstück des Strahlverfahrens – sie bestimmen, wie intensiv eine Oberfläche gereinigt, verfeinert oder strukturiert wird. Die Art des Strahlmittels muss sowohl zum Druckmaterial als auch zum gewünschten Oberflächenfinish passen.

    Medientyp

    Eigenschaften

    Typische Anwendungsfälle

    Glasperlen

    Rund, sanft, wiederverwendbar; mittlere Härte

    Mattes Finish, leichtes Entgraten für Kunststoffe/Harze

    Aluminiumoxid

    Scharf, kantig, hohe Härte; aggressive Wirkung

    Intensive Reinigung, Aufrauen von Oberflächen

    Keramikperlen

    Dicht, strapazierfähig, weniger staubig; gleichmäßige Oberfläche

    Oberflächenglättung von Metall und technischen Kunststoffen

    Kunststoffmedien

    Weich, leicht, minimaler Abrieb

    Farbentfernung, Erhaltung empfindlicher Details

    Walnussschalen

    Organisch, biologisch abbaubar; geringe Härte

    Reinigung von Weichkunststoffen oder empfindlichen Teilen

    Auswirkungen auf Oberflächenbeschaffenheit und Haltbarkeit

    Die Form und Größe der Strahlmittelpartikel beeinflussen direkt den Ra-Wert (mittlere Rauheit) des fertigen Bauteils:

    Feines Medium (<100 µm) = glattere Oberfläche, ideal für kosmetische Teile

    Grobes Medium (>200 µm) = aggressiverer Materialabtrag, besser für die mechanische Verbindung

    Kantige Formen erhöhen den Abrieb, während kugelförmige Strahlmittel eine gestrahlte, seidenmatte Oberfläche erzeugen.

    Strahlverfahren vs. chemische Glättung

    Sowohl das Sandstrahlen als auch das chemische Glätten dienen der Oberflächenveredelung von 3D-gedruckten Teilen, beruhen aber auf grundlegend verschiedenen Mechanismen.

    Prozessübersicht

    Medienstrahlen

    Verwendet Druckluft oder ein Schleuderrad, um abrasive Strahlmittel (Glasperlen, Aluminiumoxid usw.) auf das Werkstück zu schleudern.

    Durch die mechanische Bearbeitung werden Pulverrückstände entfernt, Oberflächenspitzen geglättet und ein gleichmäßiges mattes oder seidenmattes Finish erzeugt.

    Chemische Glättung

    Das Bauteil wird Lösungsmitteldämpfen (üblicherweise Aceton für ABS/ASA) oder Flüssigkeitsbädern ausgesetzt.

    Das Lösungsmittel schmilzt die äußere Schicht und lässt sie wieder fließen, wodurch die Schichtgrenzen aufgefüllt werden und ein glänzendes, poliertes Aussehen entsteht.

    Oberflächenbeschaffenheit & Detailerhaltung

    Attribut

    Medienstrahlen

    Chemische Glättung

    Beenden

    Matt bis seidenmatt

    Hochglanz

    Detailerhaltung

    Hoch – scharfe Kanten und feine Details bleiben erhalten

    Mäßig – sehr feine Details können weicher oder runder wirken

    Schichtlinienentfernung

    Reduziert Schichtlinien durch Kugelstrahlen der Spitzen

    Entfernt Schichtlinien vollständig

    Texturkontrolle

    Einstellbar über Medientyp/Druck

    Abhängig von der Lösungsmittelkonzentration und der Expositionszeit.

    Materialverträglichkeit und Anwendungen

    Medienstrahlen

    Kompatibel mit den meisten Kunststoffen und Metallen.

    Ideal für Funktions- oder Konstruktionsteile, die eine gleichmäßige Oberflächenstruktur ohne Dimensionsverzerrung erfordern.

    Üblicherweise wird bei pulverbasierten Druckverfahren (SLS, MJF) ungebundenes Pulver entfernt und die Vorbereitung für die Beschichtung vorgenommen.

    Chemische Glättung

    Am besten geeignet für lösungsmittelbeständige Polymere.

    Bevorzugt für visuelle Prototypen und Konsumprodukte, bei denen ein glänzendes Erscheinungsbild wichtiger ist als enge Toleranzen.

    Nicht empfohlen für spröde Harze oder Metalldrucke.

    Vorteile des Strahlverfahrens für 3D-gedruckte Teile

    Durch das Sandstrahlen von 3D-gedruckten Teilen werden Rohdrucke in produktionsfertige Komponenten umgewandelt, indem gleichmäßige, hochwertige Oberflächen erzielt werden:

    1. Gleichmäßige Oberflächenstruktur. Die Strahlmittel treffen gleichmäßig auf jede freigelegte Oberfläche und erzeugen so vorhersehbare matte oder seidenmatte Oberflächen auch bei komplexen Geometrien.

    2. Verbesserte Detaildarstellung. Durch das Abtragen von Erhebungen und Vertiefungen bleiben scharfe Kanten und feine Details beim Sandstrahlen besser erhalten als beim Trommelpolieren oder Schleifen.

    3. Verbesserte Haftung und Verbindung. Die leichte Aufrauung erhöht die Oberflächenenergie und trägt so zu einer besseren Haftung von Farben, Grundierungen und Klebstoffen bei.

    4. Effiziente Entfernung von Stützstrukturen und Artefakten. Hochgeschwindigkeitspartikel entfernen Stützspuren, Pulverreste und leichte Grate schneller als manuelle Methoden.

    5. Skalierbarkeit und Wiederholbarkeit. Egal ob Sie einen einzelnen Prototyp oder kleine Produktionschargen bearbeiten, die Einstellungen für das Strahlverfahren lassen sich präzise steuern und wiederholen.

    6. Nachhaltig und kostengünstig. Viele Strahlmittel sind wiederverwendbar, wodurch Abfall reduziert wird. Zudem werden weder gefährliche Lösungsmittel noch aufwendige Reinigungsarbeiten benötigt.

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    Glasperlenstrahlen eignet sich ideal zur Nachbearbeitung von 3D-gedruckten Metallteilen und liefert glatte, gleichmäßige Oberflächen, ohne kritische Maße zu verändern. Bei 3DSPRO entfernt unser Präzisionsstrahlverfahren Pulverrückstände, leichte Grate und Oberflächenunebenheiten. Dadurch werden sowohl die ästhetischen als auch die funktionalen Eigenschaften von Edelstahl, Aluminium, Titan und anderen Metalllegierungen verbessert.

    Der Einstieg ist ganz einfach: Laden Sie Ihre CAD- oder STL-Datei hoch , geben Sie das Material und die gewünschte Oberflächenbeschaffenheit an und erhalten Sie innerhalb weniger Sekunden ein detailliertes Angebot!

    glasperlengestrahlter 3D-gedruckter Edelstahl

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