Der Versand winziger Harzteile ist trügerisch knifflig. Eine kleine Finne, ein filigraner Stift oder eine bemalte Miniatur wirken auf der Werkbank stabil, können aber mit abgebrochenen Laschen oder beschädigter Oberfläche beim Kunden ankommen, wenn wir den Verpackungsprozess nicht auf die empfindlichste Stelle des Teils ausrichten. In den letzten Jahren konnten wir unsere Schadensquote senken, indem wir die Verpackung als letzten Arbeitsschritt betrachten. Wir streben danach, Ihnen den bestmöglichen Erfolg auf Ihrem Innovationsweg zu ermöglichen.
Worüber Sie vor dem Packen nachdenken sollten
Wir behandeln Verpackungen wie ein kleines technisches Problem.
1. Schwachstellen identifizieren
Achten Sie auf dünne Wände, lange Ausleger, Stützen, lackierte Oberflächen und alle Merkmale, die beim Biegen oder Reiben brechen könnten. Wenn ein Bauteil einen 0,6 mm Zapfen oder eine 0,8 mm Rippe aufweist, sollte dieses Merkmal die Verpackungsentscheidungen maßgeblich beeinflussen.
2. Oberflächenbeschaffenheit und Beschichtungen berücksichtigen
Frisch lackierte Teile, empfindliche Grundierungen oder matte Lacke können leicht verkratzen. Lackierte Teile benötigen möglicherweise eine längere Aushärtezeit und eine Sperrschicht (Seidenpapier, Zwischenlage) zwischen den Kontaktflächen.
3. Entscheiden Sie, ob die Teile ausgehärtet oder montiert versendet werden sollen.
Vollständig nachgehärtete und fertige Teile lassen sich besser handhaben. Falls Teile zum Schutz empfindlicher Stellen an einer Halterung oder einem temporären Träger befestigt versendet werden müssen, berücksichtigen Sie dies bitte bei den Verpackungsmaßen.
3. Logisch gruppieren
Verpacken Sie die Artikel nach Zerbrechlichkeit und nicht nach Bestellmenge. Eine kleine Bestellung mit einem zerbrechlichen Teil erfordert dieselbe Sorgfalt wie eine Charge robuster Büroklammern. Das Gruppieren der Artikel trägt außerdem zur Standardisierung der Verpackungsschalen bei und reduziert Fehler.
4. Berücksichtigung der Transportkosten und der Entfernung
Bei lokalen Sendungen innerhalb derselben Stadt reicht eine leichtere Verpackung aus. Bei Sendungen über Land oder international ist mit häufigerem Umpacken zu rechnen; verwenden Sie daher einen stabilen Innenkarton und zusätzliches Polstermaterial.
Eine kurze Überprüfung von 60–90 Sekunden vor dem Verpacken spart stundenlanges Nachdrucken.

Bildrechte © 2026 3DSPRO Limited. Alle Rechte vorbehalten.
Materialien und Werkzeuge, die wir verwenden
• Kleine, stabile Innenkästen verhindern das Verbiegen der Teile und bieten Druckfestigkeit.
• Wellpapp-Umverpackungen oder kleine, stabile Kartons bieten einen Gesamtabstand von ca. 2 cm um den Innenkarton herum, um ein Quetschen zu verhindern.
• Geschlossenzellige Schaumstoffplatten / EPE-Schaum, die leicht zu schneiden sind, feuchtigkeitsbeständig sind und per Stanzung oder von Hand in Fächer geschnitten werden können.
• Mikroschaum zum Einwickeln empfindlicher Oberflächen ohne sperrige Polsterung.
• Silikonkitt/Museumskitt dient als temporäre, nicht klebende Stütze für winzige Füße und Pfosten.
• Packband, Sicherheitsklebeband, „Zerbrechlich“-Etiketten und eine Hülle für den Lieferschein.
• Kleine Etiketten oder Teile-ID-Aufkleber. Diese kleben wir auf temporäre Träger, niemals auf das fertige Teil.
• Doppelseitiges Klebeband und Heißkleber mit niedriger Temperatur zur Befestigung des Schaumstoffs im Innenkarton (nicht auf den Teilen).
Unser Verpackungsablauf
Schritt A: Prüfen und Dokumentieren
Die Endkontrolle findet an der Packstation statt. Wir fotografieren jedes zerbrechliche Teil und erfassen dessen ID. Das Foto dient als Versicherung und ist hilfreich bei Reklamationen. Teile, die die Sichtprüfung nicht bestehen, werden vor dem Verpacken nachbearbeitet.
Schritt B: Stabilisieren Sie die empfindlichen Bereiche
Wenn ein Bauteil einen dünnen Stift oder eine hervorstehende Finne aufweist, gehen wir folgendermaßen vor:
Montieren Sie es auf einer temporären Halterung, die die Schwachstelle stützt, oder
Drücken Sie einen kleinen Silikonkittblock unter die empfindliche Stelle, damit diese sich nicht verbiegen kann.
Vermeiden Sie Klebeband oder Klebstoff auf der Bauteiloberfläche.
Schritt C: Individuelle Polsterung
Wickeln Sie jedes Teil in eine Mikroschaumstoffplatte oder legen Sie es in ein kleines Schaumstofffach. Bei lackierten Oberflächen legen Sie ein Blatt säurefreies Seidenpapier zwischen die Teile, um Abrieb zu vermeiden. Schneiden Sie Schlitze in die Schaumstoffplatten, damit die Teile eng anliegen und sich nicht berühren.
Schritt D: Kontrolle des Innenkartons und des Leerraums
Legen Sie die einzeln verpackten Teile in den stabilen Innenkarton. Füllen Sie verbleibende Hohlräume mit kleinen Schaumstoffstücken oder EPE-Chips, damit nichts verrutscht. Der Innenkarton sollte gerade groß genug sein, um die Teile plus minimales Füllmaterial aufzunehmen; zu viel Leerraum führt zu Beschädigungen.
Schritt E: Äußerer Karton mit Quetschschicht
Legen Sie den Innenkarton in den Umkarton. Achten Sie darauf, dass rundherum etwa 1–2 cm Polstermaterial vorhanden sind. Verschließen Sie den Karton mit Sicherheitsklebeband und bringen Sie Aufkleber mit der Aufschrift „Zerbrechlich“ und der Ausrichtung an.
Schritt F: Vor dem Versand testen
Wir führen einen einfachen Rütteltest und einen Falltest aus Schreibtischhöhe (auf Teppichboden oder gepolsterte Unterlage) durch. Wird eine Bewegung oder ein Kontakt festgestellt, fügen wir so lange Schaumstoff hinzu, bis das Teil an Ort und Stelle bleibt. Bei hochwertigen Sendungen ist stets eine Empfangsbestätigung mit Unterschrift erforderlich, und die Sendung ist zum angegebenen Wert versichert.
Schritt G: Dokumentation für den Kunden
Fügen Sie einen Lieferschein mit Hinweisen zur Handhabung und eine kurze Pflegekarte mit Tipps zur Lagerung und Handhabung bei. Dies reduziert versehentliche Beschädigungen seitens des Kunden und verbessert das Auspackerlebnis.
Winzige Harzteile müssen wie zerbrechliche Kleinigkeiten behandelt werden: Die schwächste Stelle muss stabilisiert, jede Oberfläche isoliert und vor dem Versand getestet werden. Die Materialien sind kostengünstig; die Einsparungen zeigen sich in weniger Nachdrucken, weniger Reklamationen und zufriedeneren Kunden. Eine Win-Win-Situation!
KOMMENTARE
- Teile als Erster deine Gedanken!




